Der Standard

Verwendete Modulationsarten

Im Standard werden die folgenden drei verschiedene Modulationsarten verwendet.

π/4 qpsk

Eine wesentliche Erweiterung von QPSK ist π/4-QPSK. Bei herkömmlicher QPSK besteht das Problem, dass der Übergang zwischen zwei diagonalen Sendesymbolpunkten in der komplexen Ebene durch den Nullpunkt führt. Das bedeutet im Übergang zwischen diesen diagonalen Sendesymbolen eine Absenkung der Amplitude, der sogenannten Einhüllenden, auf nahezu null. Auf der Empfängerseite erschwert es das notwendige Synchronisieren und begünstigt durch Nichtlinearitäten im Übertragungsweg Signalverzerrungen und unerwünschte Intermodulationen.

Eine Abhilfe stellt π/4-QPSK dar. Dabei wird, unabhängig von den Nutzdaten, nach jedem Sendesymbol ein zusätzlicher Phasensprung von π/4 (45°) vorgenommen. Dadurch ergeben sich zwei wechselnde Konstellationsdiagramme wie in untenstehender Abbildung durch die zwei Farben dargestellt. Damit ist sichergestellt, dass der Übergang zwischen zwei Symbolen niemals durch den Ursprung führt, d. h. immer eine ausreichend große Trägeramplitude gesendet wird. Außerdem wird die Taktsynchronisation auf der Empfängerseite erleichtert, da unabhängig von den Nutzdaten und deren Codierung immer regelmäßig Phasensprünge im Empfangssignal vorhanden sind.

8PSK

Für die Übertragung von 3 Bit wird 8PSK als Modulationsart verwendet. Im Gegensatz zu QPSK bzw. π/4-QPSK muss hier zwischen 8 anstatt zwischen 4 Signalpunkten unterschieden werden. Daher liegt eine höhere Fehlerrate vor. Für die Übertragung von 4 Bit wird auf die 16 QAM Modulationsart zurückgegriffen, da die im Vergleich zu dem 16 PSK Verfahren einen höheren Störabstand aufweist.

16QAM

Bei 16QAM werden die Daten nicht nur in der Phase sondern auch in der Amplitude dargestellt.

Aufbau eines Frames

Einzelne Frames werden mit einer Guard-Sequenz voneinander getrennt. Jedes Frame hat am Beginn und am Ende eine Ramp up und eine Ramp down Sequenz, um die Außerbandabstrahlung zu minimieren. Das anschließende Syncword setzt sich aus einer Kombination des Barker13 Codes zusammen: 1 + Barker13 + invertierter Barker13. Dieser wird genutzt, um den Empfänger mit dem Sender zu Synchronisieren. Die Link Config ID enthält Informationen über die verwendete Modulationsart und weitere Informationen für den Empfänger.